So rechnet der ETF-Sparplan-Rechner
Kosten
Die laufenden Kosten (TER) werden vom Fonds täglich einbehalten und mindern die Rendite. Dazu kommen Ordergebühren je Sparplan-Ausführung und gegebenenfalls ein Spread zwischen An- und Verkaufskurs. Die Kostenwirkung zeigt, wie viel mehr ohne diese Kosten am Ende übrig geblieben wäre – inklusive der Rendite, die das Geld sonst erwirtschaftet hätte.
Vorabpauschale
Auch wenn ein thesaurierender ETF nichts ausschüttet, wird jedes Jahr eine Vorabpauschale versteuert (§ 18 InvStG): Wert zu Jahresbeginn × Basiszins × 0,7, höchstens der tatsächliche Wertzuwachs des Jahres. Käufe im Laufe des Jahres zählen anteilig. Bei ausschüttenden ETFs werden die Ausschüttungen abgezogen. Die bereits versteuerten Vorabpauschalen mindern später den Gewinn beim Verkauf – es wird also nichts doppelt besteuert.
Teilfreistellung und Abgeltungsteuer
Bei Aktien-ETFs sind 30 % der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung, § 20 InvStG), bei Mischfonds 15 %. Auf den Rest fallen 25 % Abgeltungsteuer, 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf und gegebenenfalls Kirchensteuer an – bei Aktien-ETFs effektiv rund 18,5 %. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr (Ehepaare 2.000 €) bleiben Erträge steuerfrei.
Rendite nach Kosten und Steuern
Der interne Zinsfuß aus allen Einzahlungen und dem Netto-Ergebnis nach Verkauf. Er zeigt, wie sich dein eingesetztes Geld tatsächlich verzinst hat, und lässt sich direkt mit dem Zins eines Tagesgeld- oder Festgeldkontos vergleichen.
Annahmen
Kauf jeweils am Monatsanfang, konstante Rendite, Ausschüttungen werden am Jahresende versteuert und wieder angelegt, die Steuer auf die Vorabpauschale wird dem Depot entnommen, Verkauf am Ende der Laufzeit auf einen Schlag. Inflation ist nicht berücksichtigt.
Die Berechnung dient nur zur Orientierung und ersetzt keine Anlage- oder Steuerberatung. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.